Autovermietung Ingenhaag hat auch ein E-Auto im Angebot

Von innen und außen ist der kleine Stromer von BMW auf Nachhaltigkeit und Ökologie gepolt. Nicht nur, dass er emissionsfrei fährt und Strom statt Benzin oder Diesel tankt, zusätzlich wurde für die Innenausstattung vom BMW i3 Kenaf verwendet. Ein Stoff, der erdölbasierte Kunststoffe ersetzt. Ein weiterer Pluspunkt: Kenaf wird aus einer Malvenpflanze gewonnen, die überdurchschnittlich viel Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandelt.

Dieser Nachhaltigkeitsgedanke war laut Geschäftsführer Peter Ingenhaag der hauptsächliche Beweggrund zur Anschaffung des Elektroautos in seiner Autovermietung. Zudem entfallen Werkstattkosten, die beispielsweise durch Ölwechsel oder Schäden am Getriebe oder der Gangschaltung anfallen. Aber auch die Fahrweise hat ihn überzeugt: “Ich war sehr skeptisch, aber es macht irre viel Spaß, das Auto zu fahren.”

Nicht mal eben nachtanken

Viele Autofahrer zweifeln laut Ingenhaag daran, dass ein Elektroauto zuverlässig ist. “Sie haben Angst, einfach liegen zu bleiben und den Abschleppwagen anrufen zu müssen, weil man nicht mal eben nachtanken kann”, erklärt der 34-Jährige Geschäftsführer. Er findet aber, dass diese Sorge unberechtigt ist – schließlich können Benziner oder Diesel genauso liegen bleiben.

Der BMW i3 schafft auf der Straße 150 Kilometer pro Stunde und hat eine Reichweite von 200 Kilometern, wenn er aufgeladen ist. Sollte das zu knapp werden, fährt das Elektroauto durch einen sogenannten Range Extender weitere 100 Kilometer. Der Range Extender ist ein zwölf Liter Tank mit Trafo, der die Batterie wieder auflädt.

Bis eine leere Batterie wieder voll aufgeladen ist, kann der Fahrer mit einer Wartezeit von acht Stunden rechnen. Durch eine Schnellladefunktion lässt sich das Auto sogar in 45 Minuten zu 80 Prozent aufladen.

Zukunft des Straßenverkehrs

“Ich bin überzeugt, dass Elektroautos die Zukunft im Straßenverkehr sind und man in ein paar Jahren gar nicht mehr darum herum kommt”, ist Ingenhaag sich sicher. Bisher ist der Stromer im Fuhrpark der Autovermietung nur eins von 180 anderen Autos. Doch für die Zukunft plant Ingenhaag, weitere Elektroautos anzuschaffen.

Die Firma hat fünf Standorte in Ostwestfalen-Lippe: In Schloß-Holte Stukenbrock, Augustdorf, Detmold und zwei in Paderborn. In Detmold werde das Angebot, ein Elektroauto ausleihen zu können, etwas besser angenommen als in Paderborn. So ist der Wagen seit Mai beispielsweise einige Male in Paderborn vermietet worden und in Detmold 15 Mal. Für Ingenhaag ergibt sich daraus jedoch kein Problem.

Fuhrpark im Sinne der Nachhaltigkeit

Er will seine Kunden nicht von der E-Mobilität überzeugen, sondern seinen Fuhrpark im Sinne der Nachhaltigkeit und des Zeitgeistes anpassen: “Wenn Kunden sich nachher nicht beschweren, dass es ein Elektroauto war, reicht mir das schon.”

Den BMW i3 gibt es bei der Autovermietung  Ingenhaag für 95 Euro pro Tag. Er ist kostenmäßig mit anderen, vergleichbaren Autos wie dem Audi A3 oder dem VW Golf eingruppiert.

Als nächstes Projekt liegen bei Ingenhaag Pläne für lokales Carsharing auf dem Tisch. Auch da würde er auf Elektroautos setzen. “Die Umrüstungs- und Instandhaltungskosten schrecken noch ab, aber Ideen und Pläne für ein solches Angebot in Ostewestfalen habe ich schon”, betont Ingenhaag.

Mareike Gröneweg (Neue Westfälische)